Sonntag, 18. November 2012

Angriffe von Rechtsaußen

Bei Ticketaktionen wie der der letzten 2 Wochen - ein Ticket egal welcher Kategorie kostete 5 Euro - war es dennoch nicht möglich die Osttribüne der Generali Arena zu füllen. 
Und da fragt man sich, wie so oft, warum die Osttribüne so gut wie nie ausverkauft ist. Nachdem man in österreichischen Stadien nach wie vor rauchen und alkoholische Getränke konsumieren darf (was z.B. in britischen Stadion beides nicht mehr möglich ist), kann es wohl auch nicht am Geld liegen. 

Man ist also geneigt zu denken, dass wohl viele Fans sich nicht mit braunen Dummerln solidarisieren wollen. Es ist auch gut nachvollziehbar, wenn sich viele die ewiggestrigen Parolen von Leuten, die offenkundig im Geschichtsunterricht chronisch gefehlt haben, nicht anhören wollen. 

Leider ist es nach wie vor so, dass man bei solchen Leuten vor allem vereinsseitig beide Augen zudrückt. Auch im Viola Pub werden allerlei Aktionen wiederbetätigender Gruppierungen einfach geduldet (Quelle). Warum man diesen Gruppierungen erlaubt bei jedem Spiel Transparente aufzuhängen, wird hoffentlich irgendwann kein Rätsel mehr sein. Fast möchte man glauben, der Verein liebäugelt mit solchen Gruppen.

Anbei noch ein paar Mitschnitte von dem Match gegen Wiener Neustadt vom 17. November 2012, die 3:0 endete.

Mittwoch, 12. September 2012

Österreich vs Deutschland: Der ÖFB und gelebte Professionalität


Chaos vor dem Match

Die gelebte Professionalität begann schon beim Einlass. Von 6 möglichen Toren in einem Sektor waren nur 2 geöffnet. Obwohl die Leute teiweise schon eine Stunde vor Matchbeginn vor Ort waren, kamen viele nicht rechtzeitig hinein. Als die Landeshymnen abgespielt wurden brach bereits mittlere Panik aus, weil natürlich jeder hinein wollte. Schließlich hatte auch jeder für 90 Minuten bezahlt.
Tolle Stimmung im Ernst Happel Stadion
Als ich schon recht knapp vor den Ordnern stand, stellte ich zu meiner Verwunderung fest, dass sich diese mit den Einlass Begehrenden verbal und teilweise auch körperlich duellierten. Andere Ordner kamen, die ihre Ordnerkollegen und Publikum versuchten zu kalmieren. Und das alles eigentlich nur deswegen, weil zu wenige Tore offen waren. Wofür die Ordner vor Ort waren, kann wahrscheinlich gar niemand so richtig sagen, weil durchsucht wurden wenige.

Aufgrund der vielen ungewollt Zuspätkommenden war es schwierig sich überhaupt zurechtzufinden (soviele Matches finden ja im Happel-Stadion nicht statt). Der erste Ordner konnte mir noch sagen, auf welcher Stiege ich hoch musste, aber der zweite Ordner war völlig überfordert, kramte einen Spickzettel hervor und konnte es mir trotzdem nicht sagen, wo ich sitze. Bevor er das feststellte, hatte ich meinen Sitzplatz ohnehin schon gefunden.

Pausen"vergnügen" 

In der Pause gab es ein innovatives und allseits begehrtes Publikumsspiel: Der ÖFB-Sponsor Hyundai fuhr mit einem Auto und verteilte sage und schreibe 30 T-Shirts an 47.000 Leute. Diese Aktion wurde mit den Worten "wer eines als erstes berührt, dem gehört's" groß angekündigt. Viele dachten erst, dass man - erst mal in Besitz eines - T-Shirts sich für irgendeine Aktion "qualifiziert". Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass irgendjemand tatsächlich ein T-Shirt mit Hyundai-Aufschrift unbedingt haben möchte. Die Leute wurden auch eher von den T-Shirts getroffen denn dass sie sich um sie rissen.

Pausendurchsage: ÖFB-Fanclub
Der offizielle Fanclub des ÖFB wurde offenbar erst jetzt (vor einem Monat) gegründet, obwohl das nun schon die x-te Qualifikation zu WM/EM ist, die Österreich spielt. Die Jubelmeldung besagte, dass der Fanclub nein einem Monat Bestehen bereits 200 Mitglieder hat. Die 1500 - 2000 deutschen Mitgereisten müssen sich wohl einen Ast gelacht haben. Ungemein innovativ ist auch, dass der offizielle Fanclub des ÖFB sogar über Facebook erreichbar ist. Wer hätte das gedacht, wo der ÖFB ja mit dem Internet insgesamt eher unterentwickeltes Verhältnis pflegt.

Ticketing

Das Ticketing an sich ist ja schon ein Hürde, bei der sich weder ÖFB noch Öffentlichkeit wundern dürfen, warum sich ansonsten so wenige Landsleute dazu überwinden können ein Match der Nationalmannschaft anzusehen. Bis dato war es nicht möglich via ÖFB-Homepage einen RSS-Feed, Newsletter oder ähnliches zu abonnieren unm hier auf dem neuesten Stand zu sein. Man hat also nicht Möglichkeit sich verständigen zu lassen, wann es endlich Reisearrangements auf die Faröer, nach Deutschland, Schweden oder sonst wohin gibt. 
Ein sehr betrübter Marko Arnautovic

Ein Miniabo für die WM-Qualifikation zu erwerben gerät eher zur Glückssache. 

Hat man dann vielleicht doch einen Termin zufällig mitbekommen, oder ist noch nicht zu spät dran und kauft sich z.B. ein Miniabo online,  bezahlt man sagenhaft hohe Manipulationsgebühren:  man bestellt das Ticket, aber nein, man kann es nicht ausdrucken (wie das im übrigen die meisten Fussballvereine bereits anbieten). Man bekommt ein paar Tage oder Wochen nach der Bestellung einen Brief mit Post (keine E-mail) mit einer Auftragsbestätigung!!! Jüngere Generationen kennen soetwas gar nicht mehr.  In der Auftragsbestätigung ist natürlich kein Ticket enthalten. Cirka 6 bis 8 Wochen vor dem Match wird dann das Ticket per Post zugesandt, aber nur eines - nicht beide! Also drei mal Porto bezahlen für etwas, das man auch online abwickeln könnte. Chapeau, ÖFB!


Sonntag, 20. Mai 2012

Einsame Sieger


Gestern war es wieder mal so weit: die alljährliche ÖFB Cup-Peinlichkeit. 

Salzburg ohne Fans
In einem 50.000 Sitzplätze fassenden Stadion saßen 16.000 Menschen, von denen die Mehrheit aus einer Stadt mit 11.500 Einwohnern (Ried) kamen. Aus Salzburg (148.000 Einwohner) kamen nur wenige. Das Stadion war also nicht einmal zu einem Drittel voll. Ob für die 16.000 Karten wirklich jeder bezahlte ist mehr als fraglich. Die Doublefeier der Salzburger geriet zur Geisterfeier, weil kaum mehr Publikum im Stadion war. Ein Sieger ohne nennenswerten Fananhang. Vor allem Bilder 5 und 6 zeige dies sehr deutlich http://www.nachrichten.at/sport/sv_ried/art102,889241,C::cme124199,620850

Selbst 2009 als man das Finale im nur 15.700 Zuschauer fassenden Pappelstadion austrug, war es mit 10.200 Zuschauern bei weitem nicht ausverkauft. Spätestens hier wird der Stellenwert des Bewerbes klar. 

Der Pokal
ist nicht nur ein vom Design her augenkrebsförderndes Monstrum, er ist auch nichts wert,   daher auch kein Wanderpokal. Vergleichen wir hier z.B. den DFB-Pokal, der - da aus purem Gold - einen geschätzten Wert von über 100.000 Euro hat. Daran kann man möglicherweise auch den Stellenwert des Bewerbes erkennen.

Der Bundespräsident
war nicht und ist nie zugegen. In England überreicht der Prince of Wales die Trophäe, in Deutschland der Bundespräsident, in Spanien der König. Hierzulande darf man dem ÖFB-Präsidenten höchstpersönlich und dem Geschäftsführer von Samsung die Hand schütteln. Es könnte sein, dass  man auch darin den geringen Stellenwert des ÖFB-Cups reflektiert sieht.

Alles in allem war es das alljährliche Marketing- und Eventdesaster, bei dem wohl nur die Prämie für die Salzburgspieler stimmte.


Paten und Padres beim Festbankett von Vize-Bayern

Der gestrige Fußballabend bewies wieder mal, dass das Glück ist ein Vogerl ist. Eine mich stets faszinierende, gute alte Bayern-Tradition ist ja das Festbankett danach. Und haben die Bayern noch so hoch verloren, danach gibt es - auch bei Auswärtsspielen - ein Festbankett, auch wenn jeder weiß, dass es gar kein Fest ist und es nichts zu feieren gibt. 

Die armen Spieler müssen sich dann zu sehr fortgeschrittener Stunde meist bedrohliche Reden von Karlheinz Rummenigge & Co anhören. Diese Reden erinnern mich immer an den Gangsterboss, der sich bei sämtliche Familienmitglieder bedankt, sich dann wortreich beschwert, Begründungen sucht und dann alle mit der Panzerfaust niedermäht. 

 Gestern war es für die Spieler zwar sicher auch nicht erträglicher, aber Rummenigge gab gestern nicht den Paten, sondern den Pater, der tröstende Worte spendete: Bitter und traurig, aber rational bleiben, bla bla bla ... - Die Spieler können sich wohl nicht mehr erinnern.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Wenn Mütter plötzlich Hooligans werden ….


Der FK Austria Wien hat sich letzten Sonntag zu einer besonders zauberhaften Aktion überwunden: Mütter hatten gratis Eintritt. Begründet war diese Aktion wohl darin, dass das Match gegen Mattersburg am Muttertag stattfand und der Verein augenscheinlich an einem akuten Zuseherschwund leidet.

Interessant war, dass Mütter ausschließlich mit Austria ID-Card eine Freikarte für die Fantribüne bekamen. Was erwartete man? Dass Müttern die "Vastic raus"-Rufe nicht reichen, sie die Fan-Meute zu mehr anstacheln? Bengalische Feuer zünden? Den Rasen während des Spiels stürmen? Eine weitere klitzekleine Fehleinschätzung des Managements. 

Hier ein paar Eindrücke von der Partie:

Bundesliganiveau?

Auch wenn das Ergebnis darüber hinwegtäuschen mag, so war das Niveau erschreckend gering. Die könnte, wenn man in das Publikum hört, mutmaßlich potentielle Abonnenten abschrecken ihr Abonnement zu verlängern - Aktion und reduzierte Preise hin oder her. 

Für den Preis eines Jahresabonnements könnte man auch ein bis zwei Städtetrips nach Deutschland oder Spanien inklusive Fussballmatch-Besuch machen. Dann hätte man nämlich auch die Garantie eine hochklassiges Match gesehen zu haben. Oder man investiert in ein Sky-Abo und kann sich die Liga stets aussuchen. Oder man geht um  5 Euro pro Partie zu SC Matzen vs SV Stripfing. Eklatant schlechter kann das Niveau dort auch nicht sein. Möglicherweise ist es sogar unterhaltsamer. Alternativen gäbe es also zahlreiche!

Hier ein paar repräsentative Eindrücke:


Sonntag, 15. April 2012

Wiener Derby No 301

Wieder mal auf den Fussballplatz gegangen und wieder mal ein höhepunktloses Spiel gesehen, bei dem sich die Mannschaften auf Augenhöhe waren. Leider war die Augenhöhe vom Niveau nicht im Gesichtsbereich angesiedelt, sondern in der Kniegegend. 

Das Spiel war primär von Unvermögen auf beiden Seiten gekennzeichnet. Mag sein, dass etwa zehn bis fünfzehn Minuten in der zweiten Hälfte etwas unterhaltsamer waren. Das war es dann aber auch schon. Das Remis ging in jedem Fall in Ordnung.

Und ich frage mich, ob ich bei diesem anhaltend niedrigen Niveau noch überhaupt auf den Fussballplatz gehen soll, oder mir nicht doch lieber ein Sky-Abo kaufe um wirklich gute Spiele aus der spanischen, englischen oder deutschen Liga zu sehen. Letztendlich kostet es dasselbe Geld, man hat mehr davon und muss sich nicht ständig über Lowperformer ärgern. Selbst ein oder zwei nette Städtetrips pro Saison um beispielsweise ein nettes deutsches Bundesligaspiel herumgebastelt stehen zur Diskussion als sich so einen Schmarrn, der seit Monaten hier in Österreich gezeigt wird weiterhin anzusehen.

Sonntag, 1. April 2012

It ain't over till it's over

Diesen Sonntag Nachmittag kann man als unangenehmes Déjà vu von vor einer Woche bezeichnen. Wieder spielte die Austria mit ihrem Gegner auf Augenhöhe, was in beiden Fällen absolut nichts über das Niveau aussagt, aber zumindest waren gleichwertige Gegner auf dem Platz. 

Wie schon vor einer Woche, hatte man das Gefühl, dass bei dem technischen Unvermögen, bei der Unsicherheit im Zusammenspiel, bei konsequent mäßigst umgesetzten Standardsituationen gar kein Tor fallen kann. Einzige Möglichkeit: Elfmeter oder Zufallstreffer. 

Doch wieder setzten sich die Favoritner mühsam mit einem Führungstor durch. Aber wieder bekamen sie in der kulant sehr kurz angesetzten Nachspielzeit den Gegentreffer. Die Aktion unmittelbar nach dem Ausgleich an beiden Spieltagen war der Abpfiff. War das Publikum die Woche davor noch tief geschockt, so folgten heute unisono Buh-Rufe.  It ain't over till it's over. Fehler wiederholt man nicht. Aus Fehlern lernt man.

Anbei die Dinge aus meiner Sicht und wie man munter zwei weitere Punkte verschenkt.

Sonntag, 25. März 2012

Der verspielte Sieg

In der ersten Halbzeit war die Partie leider abermals nicht von Niveau geprägt. Haarsträubende Aktionen, technisches Unvermögen, Langsamkeit auf beiden Seiten - da war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich die Fans mit "Vastic raus"-Transparenten und Rufen meldeten.

In den zweiten 45 Minuten wurde zumindest mit mehr Engagement gespielt. Die Torleute beider Mannschaften lieferten die einzig überzeugende Leistung. 

Leider müsste man sich nicht nur 90 Minuten konzentrieren, sondern bis zum Abpfiff des Schiedsrichters und so war es nicht verwunderlich, dass Sturm Graz in der allerletzten Minute der Nachspielzeit deren einzige echte Torchance auch erfolgreich verwertete. Bei einem knappen Spielstand nach der 90. Minute gemeinsam locker austraben, geht nun mal nicht. - Na, vielleicht beim nächsten Mal ... 



Montag, 12. März 2012

Fußball-Aberglaube?


Oft lächeln Männer über horoskopgläubige Frauen. Doch selten sind mir derart abergläubische Menschen untergekommen wie es Fußballfans sehr oft sind. Spieler, Vereinsverantwortliche wie Fans vollziehen oft an den Matchtagen Rituale oder vermeiden Dinge, die sie bei der letzten Niederlage(nserie) gemacht haben. 

Vom Krakenorakel Paul der letzten WM, über die Aussagekraft des Pullovers von Jogi Löw bis zu regelmäßigen Telefonaten Diego Maradonas mit einer ihm unbekannten Brasilianerin vor wichtigen Matches - der Aberglaube kennt keine Grenzen.

(c)123RF Stock Photos
So mancher Spieler küsst den Rasen (wo schon sämtliche hingespuckt haben), legt sich den Ball mit dem Logo ganz speziell ausgerichtet für den Eckball oder einen Freistoß zurecht. Und wehe der Ball bzw das Logo verrutscht geringfügig! Dann wird nicht geschossen, sondern das Leder solange neu ausgerichtet bis es orakelhaft günstig ist. Viele bekreuzigen sich am Rasen oder bevor sie ihn betreten. Afrikanische Mannschaften lassen sich von sogenannten Witchdoctors oder Hexern spirituell wie heilpraktisch versorgen. 

Spielt Pizarro mit kurzen Haaren wirklich schlechter als mit langen Haaren? Hat die Torflaute tatsächlich etwas mit seinem Haarstil zu tun? Gestern jedenfalls strafte er dann doch sämtliche Abergläubische Lügen und versenkte die Kugel souverän im hannoverschen Tor.

Setzt mein Cousin einmal ein paar Euro auf eine Mannschaft, dann fragt man besser nicht vor Spielende nach, auf welche er wieviel setzte, weil ja schon die Frage danach alleine schon Unglück bringt. Ein anderer wettbegeisterter Bekannter setzt stets auf die Gegenmannschaft seines Lieblingsvereins, weil die Geschichte für ihn bewies, dass ein Setzen auf seinen Lieblingsverein definitiv kein Glück brachte; weder für ihn noch für den Verein.

Ja, Aberglaube ist tatsächlich unendlich ... 

Samstag, 3. März 2012

Die Psychologie des FC Bayern


'Enttäuschend! Am heutigen Tag müssen wir nicht mehr von der Meisterschaft sprechen.', habe ich soeben als Schlagzeile in der Welt am Sonntag gelesen und bald danach in der Sportschau aus Christian Nerlingers Mund vernommen.

Der FC Bayern hat heute wieder 3 Punkte im Kampf um die Meisterschaft liegen gelassen. Man musste kein großer Hellseher sein um diese Entwicklung voraussagen zu können. 

Bei einer Mannschaft von einer mannschaftlichen wie individuellen Qualität wie der des FC Bayern, die in ihrer Gesamtheit alle Mannschaften der deutschen Bundesliga an individueller Klasse übertrifft, kann es im Grunde nur psychologische Gründe geben: 

Fans, Vereinsführung, Trainer erwarten alle stets Siege. Spielt die Mannschaft einmal zwei Unentschieden hintereinander ist die Stimmung schon getrübt. Man sieht es ja hinlänglich oft: frostige Stimmung auf der VIP-Tribüne! Versteinerte Gesichter, weil die Multimillionen-Truppe gegen einen 'Nobody' wie Freiburg nur ein Unentschieden schafft.  Verliert die Mannschaft gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner in der Champions League, gibt es eine minutenlange Trauerrede mit einer Bedrohlichkeit wie bei der Rede eines Mafiapaten, beim traditionellen spätabendlichen Bankett nach dem Match. 

Um die psychische Beschaffenheit der Mannschaft als Gesamtheit scheint es nicht zum besten zu stehen. Oft hat man den Eindruck, dass schon eine Gegentor einer im Abstiegskampf befindlichen Gegenmannschaft eine Krise auslösen kann. Tritt man nicht souverän genug am Spielfeld auf, gibt es gleich patzige Kommentare nach dem Spiel, die dann von den Medien hochgeschaukelt werden. Es folgen dann stockende Interviews irgendwelcher höchst beleidigter Vereinsfutzis und die Krise ist perfekt.  Jeder weitere Kommentar vertieft die Krise. Das scheint sich dann auch auf die Mannschaft zu übertragen. Das nächste Spiel geht natürlich wieder in die Hose und der böse Kreislauf ist perfekt. Meist ist das Resultat mit Gewalt herbeigeredete Krisen, deren negative Kreisläufe nur mit viel Aufwand durchbrochen werden können.

Spielt ein David gegen den Goliath FCB, dann reicht es zwar sicher nicht gefinkelt medial eine Krise in München anzuzetteln, aber das eigene Unterfangen unterstützend flankieren könnte es durchaus!

Schon mal nach Dortmund geschaut? Da gab es natürlich auch Niederlagen und wird es diese sicher in der Zukunft geben. Niederlagen, oder schwächere Spiele werden in der Öffentlichkeit einfach hingenommen und als Lernprozess abgehakt. Das geht stets sehr zügig und ohne viel Tamtam. So bietet man medial auch nicht so viel Angriffsfläche und es überträgt sich so rasch nichts auf das Vereinsgefüge.

Der Unterschied sind derzeit 7 Punkte und immerhin 180 Millionen Euro.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Jose Mourinho auf Wohnungssuche in London

Jose Mourinho wurde gestern in London mit Immobilienmaklern gesichtet. Er hat sich fünf Häuser in Knightsbridge und Mayfair angesehen. Dies schürt natürlich wieder Gerüchte, dass ein Wechsel von Real Madrid zu einem Londoner Club in Bälde bevorsteht.

Bis vor kurzem wurde gemunkelt, dass er bald zu Chelsea zurückkehren soll. Seit einigen Tagen gibt es jedoch auch Gerüchte, dass er Harry Redknapp bei Tottenham Hotspur ablösen soll. Harry Redknapp ist wiederum für den Trainerposten für das englische Nationalteam im Gespräch bzw hat er sich selbst ins Gespräch gebracht. Ursprünglich bemerkte er, dass er beide Jobs gleichzeitig machen könne. Wie dem auch sei, das Jobkarusell dreht sich wieder munter! Man darf gespannt sein ...

Montag, 27. Februar 2012

Alle noch im Winterschlaf?

Die 22. Runde der österreichischen Bundesliga war, wie die Runden davor, nicht gerade von ständigem Torjubel geprägt. Nur selten lauschte man Torhymnen und spielerische Leckerbissen gab es ohnehin kaum bis gar nicht zu sehen. Letzteres wäre auch recht aussergewöhnlich. Dafür müsste der geneigte Leser und Zuseher wohl eher z.B. bei der deutsche Bundesliga zusehen. Durchschnittlich gab es 0,6 Tore pro Spiel. (Im Vergleich zu Deutschland waren es in der zuletzt gespielte Runde 2,9 Tore)

Ein paar repräsentative Mitschnitte der absolut blamablen Leistung der Austria gegen Kapfenberg von letztem Samstag liegt anbei.

Die Austria Fans trauten ihren Augen nicht: ist die Truppe demotiviert oder ist es reines Unvermögen? Ich tippe mal auf letzteres. Am Ende sang der bis zuletzt verbliebene Rest der Fans auf der Osttribüne frustriert 'Oh wie ist das schön' und stimmte zu 'Heinzi Lindner'-Sprechchören an. À propos und nur nebenbei: Heinz Lindner hat übrigens weder in der Bundesliga noch in der Europaleague (Qualifikation sowie Gruppenphase) noch nie einen Elfmeter gehalten.

Die zwischensaisonalen Einkäufe des Kapfenberger SV scheinen durchwegs gute Investitionen zu sein. Wenn man es nicht besser wüßte, wären jetzt Mattersburg und Kapfenberg glatt Titelanwerter. Weiß man es?

900 mal Giggs


Das Eingangsposting sollte schon etwas Erfreuliches sein: daher die Jubelmeldung - zugegebenermaßen von gestern: Ryan Giggs, wenngleich charakterlich nicht ganz so proper (Klick-1 Klick-2), hatte gestern seinen 900. (in Worten: neunhundertsten) Einsatz für Manchester United. 

Seit 1991 hatte er bis dato insgsamt 141 Teamkollegen. Viele davon sind mittlerweilen Fußballpensionisten wie Eric Cantona,  Roy Keane und Peter Schmeichel. Giggs wäre vom Alter her wohl auch eher einer von ihnen. Dennoch schafft es noch immer im zarten von Alter von mittlerweilen 38 Jahren regelmäßig in der Startelf zu stehen und nach wie vor ein Schlüsselspieler zu sein.  Die 1000-Spiele-Marke ist ihm durchaus zuzutrauen.